Nicaragua-Kanal – potentielle Bedrohung für die USA und Westmächte

v. Adrian Salbuchi

übersetzt v. Dream-soldier


Der Nicaragua-Kanal könnte für China und Russland zur alternativen Route durch Zentral-Amerika werden, wie auch eine alternative Route für potentielle militärische Nutzung, genau im Hinterhof von Amerika, berichtet der internationale Berater und Autor Adrian Salbuchi gegenüber RT.

Nicaragua hat das ehrgeizigste Bauprojekt in Lateinamerika begonnen – eine Wasserstraße, die den atlantischen mit dem pazifischen Ozean verbindet, die angeblich zur Alternative zum Panama-Kanal werden könnte. Der Kanal wird 278 km lang werden, kostet um die 50 Milliarden US-Dollar und wird für 50.000 Menschen Arbeit bieten. Der Bau wird von einem Unternehmen aus Hongkong durchgeführt und soll 2020 abgeschlossen sein. Das Projekt sollte den BIP von Nicaragua steigern.

Unterdessen befürchten Ökologen eine Gefährdung für den Nicaragua-See, der größte See in Zentralamerika und die größte Süßwasserquelle für Nicaragua, durch den die Wasserstraße laufen soll. Einheimische sehen ihre Häuser und Ackeland bedroht. Schätzungen zufolge können bis zu 30.000 Menschen von Umsiedlung betroffen sein.

RT spricht mit dem internationalen Berater und Autor Adrian Salbuchi über das Projekt und über die Proteste.

RT: Den Bewohnern wurde Kompensation versprochen. Warum protestieren sie? Wurden sie über das Projekt falsch informiert?

AS: Es ist nachvollziehbar, denn wir reden über ein Megaprojekt, das viele Menschen verdrängt, einige Schätzungen sagen, dass etwa 30.000 Bauern umgesiedelt werden. Es wird eine Umweltbelastung geben, kein Zweifel. Allerdings denke ich, dass wir sehr vorsichtig sein müssen bei der Unterscheidung zwischen dem, was diese spontanen Reaktionen von vielen dieser Bauern ausmachen, die sicherlich echt sind und dem, was das Schüren von sozialen Kämpfen durch ausländische Mächte angeht, nicht nur durch die USA, die in diesem Sinne im arabischen Frühling vorgegangen sind und es seit Jahrzehnten in Lateinamerika praktiziert. Nein, ich wäre nicht überrascht, wenn es einige Übertreibungen oder einige Zukunftsprobleme geben wird, ausgelöst von einigen amerikanischen Agitatoren oder einigen westlichen Agitatoren. Man darf nicht vergessen, dass dieses Land von Präsident Daniel Ortega von den Sandinisten regiert wird, seit vielen Jahrzehnten der Feind der USA.


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RT: Um es auf die Spitze zu treiben, denken Sie, dass ausländische Mächte beteiligt sind?

AS: Absolut. Und wir sollten es mit dem vergleichen, was gerade mit Kuba geschieht, weil Amerika versucht, Kuba wieder in die Herde zurück zu treiben, könnte es sein, dass sie die gleiche Karte mit Nicaragua ausspielen werden, um zu versuchen, sie aus der Reichweite zu entfernen, in diesem Fall Kuba von Russland und im Fall Nicaragua von China. Wir dürfen nicht nur die Handelsauswirkungen betrachten, die riesig sind, und die ökonomischen Auswirkungen, die auch riesig sind, wie die sozialen und ökologischen, nein, viel mehr die geopolitischen Auswirkungen. Dies ist zwar eine private, chinesische Firma, aber wir alle wissen, dass hinter dieser chinesischen Investition wahrscheinlich geopolitische Faktoren zu berücksichtigen sind, die von der chinesischen Regierung zu Recht betrieben werden, die ein wachsendes Interesse an ganz Lateinamerika hat.

RT: Mit diesem Kanal sind etliche Erwartungen verknüpft. Wie wichtig wird er sein und welche Vorteile wird er bringen?

Für Nicaragua werden sie enorm sein, weil er ihren Lebensstandart insgesamt auf jeden Fall verbessern wird. Aber aus der Sicht von China wird er eine alternative Route für das Gewerbe, für den Handel und für zukünftige, militärische Nutzungen, genau im Hinterhof von Amerika werden. Wenn ich China sage, reden wir nicht nur über China, sondern auch über die BRICS, insbesondere Russland und China, welche die beiden wichtigsten BRICS-Partner sind. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, das Problem zu verstehen, nicht mehr im Sinne einer Mercator Projektion auf die Weltkarte zu schauen, sondern auf den den aktuellen Globus. Der beste Weg, Geopolitik zu verstehen, ist der Blick auf den Globus, denn so kann man erkennen, wie wichtig diese alternative Route durch Zentralamerika für China, für Russland sein wird und möglicherweise ist es eine wichtige Gefahr für die USA und die Westmächte.

http://rt.com/op-edge/217779-nicaragua-waterway-project-china/


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